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Artikel 1949-1958

Der Sommerfahrplan gilt — am Kai ist man gerüstet - HP 6.6.1958

Der Sommerfahrplan gilt — am Kai ist man gerüstet - HP 6.6.1958

at Ab Sonntag 0,00 Uhr gilt auch für Heiligenhafen der Sommerfahrplan der Bundesbahn. Im Fahrplan kommt es da­bei zu einigen Verschiebungen, die aber im ganzen gesehen unwesentlich sind. Durch die nahe Lage zum Kai aber kann jeder Heiligenhafener viel schneller in die Welt reisen, falls er das will.

Von Großenbrode-Kai aus kann man direkt nach Paris, Rom oder Wien reisen, aber auch in die griechische Hauptstadt Athen und die türkische Metropole Istan­bul kann man ohne Umsteigen fahren. Paris würde für einen Heiligenhafener in 17 Stunden zu erreichen sein. Doch Scherz beiseite, die Verbindungen vom Kai sind wirklich günstig geworden. Amsterdam ist in 9, Basel in 14, Wien und London in 20, Belgrad in 34 und Kopenhagen braucht man nur 5 Stunden zu reisen, während man Stockholm in 14 und Oslo in 15 Stunden erreichen kann, Athen ist in 64 Stunden zu erreichen.

Vom 21. Juni bis zum 14. September wird täglich wieder der bekannte Bäder­zug Köln—Neustadt verkehren. Ueber Großenbrode-Kai dagegen wird vom 27. Juni bis zum 6. September der „Adria-Expreß" fahren, der die sonnenhungrigen Skandinavier in den Süden und zurück bringen wird. Ein anderer FD-Zug ist der „Skandinavien-Italien-Expreß", der in diesem Jahr noch schneller werden soll. Eine Neuerung ist die Tagesverbidung Stockholm—Hamburg, die es bis­her nur in umgekehrter Richtung gab.

Für den kommenden Sommer ist man am Kai gerüstet. Der Ausbau der Fährbetten ist beendet und die anderen Ar­beiten gehen ihrem Ende zu. Lautsprecher sollen als Neuerung an den Laderampen und den Zufahrtsstraßen aufgestellt wer­den, um eine schnellere Beladung der Fährschiffe zu erreichen. Für den Auto­verkehr gibt es außerdem keine Kreuzun­gen bei der Anfahrt mehr. Durch Ein­bahnverkehr soll die Zu- und Abfahrt der Kraftwagen vonstatten gehen.

Eine andere Neuerung ist die Umstel­lung in der Berechnung der Fährgebüh­ren für Autos. Ab sofort werden diese nicht mehr nach dem Gewicht, sondern nach der Länge des Fahrzeuges festge­setzt. In der Hauptsaison werden zehn Fährfahrten von den zwei deutschen und den zwei dänischen Fährschiffen inner­halb 24 Stunden durchgeführt werden. Ab sofort sind es neun Fährfahrten, die auch für die Nachsaison vorgesehen sind.

Auch Heiligenhafen bekommt es zu spüren, daß es nicht mehr die verträumte Stadt der Fischer und Schiffer ist. Es liegt jetzt an einer wichtigen Ader des internationalen Verkehrs. Täglich brau­sen und schaukeln die Straßenschiffe mit ihrer Fracht durch die engen Straßen der Stadt. Hoffentlich gelingt es, für dis ver­lorengegangene Ruhe etwas Anderes, Bes­seres (?) einzutauschen.

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