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Heiligenhafener Post

  • „Argo" hält den Verkehr auf - HP 25.9.1956
    ir. Am Sonntagmorgen gab es mehrere Stockungen des internationalen Verkehrs Großenbrode — Gedser. Das dänische Motorschiff "Argo", Heimathafen Kolding, verursachte sie. Als es sich nämlich mit einer Ladung Kali von Wismar aus auf dem Heimweg befand, erhielt es ein Leck und mußte in der Nähe der Fährroute Großenbrode—Gedser SOS senden. Die „ Deutschland ",von Gedser kommend, fing als erstes Schiff den Notrufauf, stoppte ihre Fahrt und entsandte ein Rettungsboot zur „Argo". Die Besatzung wollte jedoch noch nicht übersteigen, Sie hoffte, ihr leckes Schiff näher an Land zu bringen, um es aufsetzen und damit retten zu können. Das Boot der „Deutschland" fuhr nach Großenbrode, die Fähre selbst nach Gedser zurück. Damit fiel eine planmäßige Tour der Fähre aus. Das wirkte sich besonders für den in Großenbrode wartenden KopenhagenExpreß aus, der dadurch 6 Stunden warten mußte.
    Die „Argo" beendete inzwischen auch ihre Fahrt. Da das Schiff immer mehr Wasser aufnahm, erhielt es erhebliche Schlagseite. Kapitän Schmidt gelang es in letzter Minute (gegen 10.30 Uhr) die „Argo" auf das Puttgardener Riff westl.
    Marienleuchte aufzusetzen. Er selbst und sein Begleiter ruderten dann in einem Rettungsboot an Land und wurden dort sofort mit allem Nötigen versehen.
    Auch das Rettungsfahrzeug „Weser" war von Burgstaaken aus ausgelaufen gewesen.
  • „Deutschland" in Dienst gestellt - HP 12.5.1953

    Jungfernfahrt mit Heuss, Seebohm und 300 geladenen Gästen

    Von unserem Korrespondenten

    Großenbrode. Eine der größten Eisen­bahnfähren Europas, die 4120 BRT große „Deutschland", hat am Sonnabend mit Bun­despräsident Heuss, Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm und 300 geladenen Gästen ihre Jungfernreise von Großenbrode nach Gjedser auf der dänischen Insel Falster gemacht.

    Bei leichtem Regen und böigem Wind warf das 114 Meter lange, 1000 Fahrgäste und zehn D-Zugwagen oder 110 Kraftwagen fassende Schiff kurz nach 13 Uhr die Trossen los, um die neue Gegenverkehrsverbindung herzu­stellen, die Bundespräsident Heuss als einen „wichtigen Beitrag zur Vertiefung der deutsch-dänischen Beziehungen und darüber hinaus zur Völkerverständigung" bezeichnete.

    In seiner kurzen, im Plauderton gehalte­nen Rede vor den Gästen würdigte Heuss die Wiederaufbauarbeiten der Deutschen Bun­desbahn. Er sagte, daß die moderne Tech­nik dazu beitragen müsse, Mißverständnisse zwischen den Völkern aus dem Wege zu räu­men und die Seelen im versöhnlichem Sinne zu beeinflussen. „Die Seeluft kennt keine Staatsgrenzen", meinte er lächelnd.

    Noch kürzer faßte sich Bundesverkehrsmi­nister Dr. Seebohm, als er von der festlich geschmückten Tafel aufstand und sagte: „Man hat mich gebeten, kurz zu Ihnen zu sprechen. Das will ich tun. Ich bitte Sie, mit mir das Glas zu erheben und zu trinken auf das ewige Deutschland." Nach Dr. Seebohm sprach der Generaldirektor der dänischen Staatsbahnen, Tarkelsen, und kündigte an, daß die Dänischen Staatsbahnen im nächsten Jahr eine Art „Schwesterschiff" zur „Deutsch­land" in Betrieb nehmen würden. Diese Fähre solle den Verkehr über den Großen Belt ent­lasten.

    Die Strecke Großenbrode—Gjedser wurde bisher von dem dänischen Fährschiff „Danmark„ allein befahren. Mit dem Ein­satz der „Deutschland" erhöht sich der Fähr­verkehr auf täglich drei Fahrten in jeder Richtung. Die bisher recht mangelhafte Bahn­verbindung zwischen dem Festland und Skandinavien wird dadurch erheblich ver­bessert.

  • 165 Badegäste sind angekommen - HP 10.7.1951

    ms. Der Alpen-See-Expreß, zum ersten Male in voller Besetzung (10 Wagen und ein Speisewagen), kam von Oberbayern und brachte 165 Badegäste aus Nord und Westdeutschland aus der Gegend von Bielefeld, Braunschweig, Hannover, aus dem Ruhrgebiet, Hamburg und Bremen nach Heiligenhafen. Die volle Besetzung des Alpen-See-Expreßzuges betrug 480 Personen. Von Fulda ab können die Badegäste den Zug benutzen. Bei der Rückfahrt können die Gäste den Alpen-See-Expreßzug, der über Lübeck, Hamburg und Hannover fährt, bis Hamm benutzen.

  • 4 Minenräumer - HP 09.06.1954

    ir. Ueber Pfingsten lagen die Minenräumboote USR 130, 131, 135 und 139 im hiesigen Hafen. Sie werden auf der Strecke Großenbrode - Gedser eingesetzt, um einen neuen Weg für die Fährschiffe zu schaffen, der 20 Minuten Fahrzeit ersparen wird.

    Die unter amerikanischer Flagge fahrenden Boote haben deutsche Besatzung.

    http://www.minenjagd.de/minenjagd/1935_1945/kriegsmarine/boote/rboot_130_150/rboot_130_150.php

  • Ab heute voller Fährverkehr ab Großenbrode — Kai - HP 16.5.1958

    at Ab heute wir.d die Fährverbindung zwi­schen Großenbrode — Kai und Gedser wieder mit allen Schiffen aufgenommen. Nachdem seit dem letzten Wochenende nur die beiden deutschen Schiffen „Deutschland" und „Theodor Heuß" die Route Ibefuhren, ist seit em heuti­gen Tage wieder mit dem Einsatz der beiden dänischen Schiffe „Danmark" und „Kong Fre­derik" zu rechnen. Hintereinander waren zu­erst die deutschen und dann die dänischen Fähren zur Frühjahrsüberholung in den Werf­ten gewesen.

    Obwohl der Sommerreiseverkehr noch nicht voll angelaufen ist, sind an diesen schönen Frühjahrstagen die Schiffe schon recht gut besetzt. Auch der Reiseverkehr von Skandina­vien nach Brüssel zur Weltausstellung trägt erheblich dazu bei. Für Juni plant der Nord­deutsche Rundfunk die Uebertragung eines Ha­fenkonzertes aus Großenbrode — Kai.

  • Am Sonntag war viel los - HP vom 17.7.1950
    Am letzten Sonntag trafen etwa 350 Gäste in Heiligenhafen ein, deren größter Teil durch die "Fereinreise G.m.b.H." an die Ostsee gebracht wurde. Der in den Nachmittagstunden eintreffende Sonderzug konnte jedoch nicht alle für hier bestimmten Gäste mitbringen, da ein Teil von ihnen in Hamburg den Anschluß nicht hatte erreichen können. Sie erreichten ihr Ziel dann mit fahrplanmäßigen Zügen und konnten in die bereitstehenden Quartiere einziehen.
    Am Sonntag vormittag brachte Dampfer "Bürgermeister Lafrenz" Sonntagsgäste von Fehmarn und nahm zirka 120 Personen von hier zu einer Fehmarnfahrt an Bord.
    Mit etwa 100 Gästen an Bord lief zum ersten Male die "Süllberg" von Travemünde aus unseren Hafen an. Das Schiff kam über Neustadt-Grömitz-Dahme und wird uns voraussichtlich noch häufiger besuchen. Die "Süllberg", ein Zweischrauben-Motorschiff, ist mit einer Länge von 53 Metern das größte Fahrgastschiff, das bisher in unserem Hafen festmachte. Bis 1945 tat es auf dem Königsberger Bodden Dienst und kam dann mit Flüchtlingen über Hela nach Schleswig-Holstein; jetzt ist es von Hamburg aus in Travemünde stationiert.
    Das Zeltlager Graswarder feierte am Sonntag seinen zweiten Begrüßungsabend mit 163 neuen Lagerinsassen, nachdem der erste Transport am Sonnabend die Insel verlassen hatte.
    Auch über die Landstraße hatten viele Sonntagsgäste Heiligenhafen angesteuert und ihre Kraftwagen auf den Parkplätzen abgestellt.
    Für die Steinwarderfähren gab es Hochbetrieb. Besonders in den späten Nachmittagsstunden war der Andrang an der Kursaalbrücke so stark, daß die Brückstraßenfähre auf dieser Strecke mit eingesetzt werden mußte. Ein Boot mußte gegen 18 Uhr mit gebrochener Ruderkette aus dem Verkehr genommen werden.
  • Anzeige mit Foto V200 - HP 17.2.1953
    1953 02 17 HP Ein neues Ungetuem auf Schienen V200
  • Auch Schweden-Fähre über Großenbrode ? - HP 4.8.1953

    Verhandlungen zwischen der Deutschen Bundesbahn und der Schwedischen Staatsbahn, die eine Fährverbindung Trälleborg - Großenbrode zum Gegenstand hatten, dürften in den wesentlichen Punkten als abgeschlossen gelten. Danach wird Großenbrode ein drittes Fährbett erhalten, das aus Zweckmäßigkeitsgründen vermutlich in das Land hinein gebaut wird. Auch der Eisenbahngüterverkehr soll dann über Großenbrode geleitet werden. Daß dafür die Voraussetzungen in Großenbrode bereits vorhanden sind, dürfte die Verhandlungen günstig beeinflußt haben. Durch die neue Verbindung wird eine Zeitersparnis von zwei Stunden je Ueberfahrt erzielt.

  • Autobahn Lübeck - Großenbrode - Fehmarn in der Planung - HP 15.5.1953

    von Karl-Heinz Jonck, Ingenieur GfW.

    Wie wir soeben vom Ministerium für Wirtschaft und Verkehr erfahren, ist die seit langem projektierte Autobahn Lübeck - Großenbrode - Fehmarn in die Planung hineingenommen und mit der Dringlichkeitsstufe 2 deklariert worden. Ebenso die vom Kraftverkehr sehnlichst erwarteten Idealverbindungen nach Süden, die Autobahnen Hamburg - Kassel u. Bremen - Köln. Das ist bereits eine erfreuliche Feststellung, ist es doch so, daß von dem ursprünglich aufgestellten Gesamtnetz von 2125 km (in Betrieb) plus 5800 km (geplant) d.s. also 7925 km - in der heutigen Planung 3625 km gar nicht mehr enthalten sind ! Wasser in diesen Wein ist allerdings die Einschränkung, daß die Strecken der Dringlichkeitsstufen 1 und 2, zunächst nur einbahnig ausgebaut werden sollen.

    Man rechnet aber bereits dabei mit Kosten, die sich pro Kilometer auf rund 1,55 Mill. DM belaufen. Der Bau, der etwa 80 km langen Strecke Lübeck - Fehmarn, wird also fast 125 Millionen DM verschlingen ! Auch über die Bauweise der neuen Autobahn erfuhren wir erste Einzelheiten. Es hat sich gezeigt, daß sich an den Fugen der seit Jahren in Betrieb befindlichen Fahrbahnplatten in neuerer Zeit Stufen bildeten, mit denen man nicht gerechnet hatte. Die Fachleute sind der Meinung, daß dieses Uebel durch die größer gewordenen Fahrzeugzahlen, Achslasten und Geschwindigkeiten hervorgerufen wird. So hat sich gegenüber 1938 z.B. der Bestand an Kraftwagen verdreifacht ! Die Zahl der schweren LKW über 4 to Nutzlast ist seit 1938 sogar auf das Vierfache angewachsen ! Dadurch ist ein Moment aufgetreten, daß früher nicht beachtet wurde: Selbst in bergbaufreien Gebieten mit geologisch gutem, gewachsenen Untergrund verdichtet sich der Boden durch die Rüttelwirkung des Verkehrs hier und dort und sinkt etwas ab. Mit ihm natürlich die Betonfahrplatten. Bei den Neubauten will man darum den Boden vorher mit gewaltigen Rüttelmaschinen verdichten. Es

  • Bahnstrecke Heiligenhafen - Lütjenbrode wird stillgelegt - HP 27.1.1983
    1983 01 27 Bahnstrecke Heiligenhafen Luetjenbrode wird stillgelegt
  • Bauer drohte zu schiessen - HP 6.3.1959

    1959-03-06 HP Bauer-drohte

    Heiligenhafener Post 6.3.1959

  • Brücke nach Norden - HP 28.12.1957
    1957 12 28 Teil1 Bruecke nach Norden
    1957 12 28 Teil2 Bruecke nach Norden
  • Brücke über den Fehmarnbelt würde 1600 Arbeitsplätze kosten - HP 28-10.1978
    1982 10 28 Brücke ueber den Fehmarnbelt würde 1600 Arbeitsplaetze kosten
  • Bundesbahn will weiter bauen - HP 20.7.1956
    ir. Wie Bürgermeister Lohwasser mitteilte, beabsichtigt die Bundesbahn, im nächsten Jahr noch weitere 40 Wohnungen fürs ihre Bediensteten in Heiligenhafen zu errichten. Maßgeblich dafür wird u. a. die Indienstnahme des zweiten
    deutschen Fährschiffs Großenbrode--Gedser sein. Es werden in Kürze Besprechungen stattfinden zwischen Bahn und Stadt, die vor allem die Geländefrage klären sollen. Die Beschaffung von Bauland dürfte keine Schwierigkeiten machen.
  • Circus Barum kommt - HP 14.05.1954

    Circus Barum, das zur Zeit größte Unternehmen seiner Art in Deutschland, kommt in den Kreis Oldenburg und gibt vom 26. bis 28. Mai in Heiligenhafen Gastspiele.

    Die lichterglänzende Fassade und die Vielfältigkeit des Programms während der Vorführungen im großen Zelt sind das Endergebnis eines sehr komplizierten Organismus, der im Sammelbegriff "Circus" seinen Ausdruck findet, der aber verständlicherweise wohl kaum einem Besucher zum Bewußtsein kommt.

    Immerhin lohnt sich auch für den, der Kunde und Zuschauer ist, ein Blick hinter die Kulissen, um einmal zu sehen, was alles bedacht sein will, damit alles klappt und reibungslos abläuft. Ein Personalstab von 131 Menschen ist ständig mit dem Circus Barum auf Reisen, die sie in diesem Jahre durch 97 Städte Westdeutschlands führen. Mit den Angehörigen dieser 131 Artisten und Hilfskräfte müssen 552 Menschen vom Circus existieren.

    Mit 60 Spezial-Eisenbahnwagen rollt der Circus durch das Land, 217 Tage hindurch, wobei nur sechs Tage ohne Vorstellung bleiben. Das Entladen des Sonderzuges dauert bei normalen Entladerampen rund acht Stunden, wobei die Aufstellung der Zelte und Wagen auf dem Platz bereits eingerechnet ist, und es sind immerhin 104 Wagen und Fahrzeuge, die untergebracht werden müssen.

    Für die Saison 1954 hat die Circusleitung rund 3600 Kilometer an Wegestrecke vorausberechnet. Sie rechnet ferner mit über 423 000 Arbeitsstunden ihrer Belegschaft, mit einem Bedarf von 8620 Zentnern an Futtermitteln und 2320 Zentnern an Lebensmitteln. Hinzu kommt noch für den Verlauf der Saison ein Bedarf von rund 29 000 Kilowattstunden Strom, über 1000 Kubikmeter Wasser und über 37 000 Liter Treibstoff. In der Manege sind 90 dressierte Tiere aus allen Erdteilen und in der Tierschau insgesamt 112 Tiere zu sehen.

    So ist, recht gesehen, jeder Circus eine reisende Vergnügungsfabrik, die in sozialer Hinsicht vielen Menschen die Möglichkeit bietet, auf anständige Weise durch ehrliche Leistung ihr tägliches Brot zu verdienen. Um jede dieser Leistungen, die fortgesetzte harte Uebung erfordern, wirklich zu werten, braucht man als Besucher sich nur vorzustellen, ob man eine einzige von ihnen in gleicher oder annähernder Weise zu vollbringen willens und imstande wäre. Diese Wertung gibt die richtige Einstellung zu dem, was das "fahrende Volk" zu bieten versteht.

  • Dänemark-Fähre über Großenbrode?
    Spätzugverbindung
    Heiligenhafen - Burg-Fehmarn - HP 10.11.1950
    Auf der letzten DGB-Nebenstellen-Sitzung haben die Funktionäre nachstehende Entschließung gefaßt: Mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Unerschlossenheit des nördlichen Teiles des Kreises Oldenburg und die dadurch bedingte Arbeitslosigkeit halten es die versammelten Funktionäre der Gewerkschaften für unbedingt notwendig, mit allen Kräften und bei allen zuständigen Stellen darauf hinzuwirken, daß für die geplante Fährverbindung zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein die Strecke Fehmarn - Großenbrode vorgesehen wird.
    *
    Die seit Inkrafttreten des Winterfahrplanes bestehende Abendverbindung zwischen dem Festland und der Insel Fehmarn muß als vollkommen unzureichend bezeichnet werden. Es ist untragbar, daß werktags ab 20,13 Uhr keine Zugverbindung mehr für die aus Hamburg bezw. Lübeck in Heiligenhafen eintreffenden Reisenden nach Burg/Fehm. besteht. Die zuständigen Stellen sind zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß der um 23,53 Uhr in Heiligenhafen eintreffende Zug noch Anschluß nach Burg/Fehm. hat.
  • Das Tor zum Norden aufgestoßen - HP 17.7.1951

    Was der Berichterstatter sonst noch sah (s. auch Bericht auf Seite 5)

    Klarblauer Himmel - sommerlich warm - Sonnenschein - Just das rechte Wetter für einen Tag, der nicht nur für unseren Kreis von ganz besonderer Bedeutung war, sondern darüber hinaus das Interesse der gesamten europäischen Welt erweckt haben mag: Eröffnung der neuen Schnellverbindung zwischen Westeuropa und Skandinavien, Einweihung der Eisenbahnfähre Großenbrode - Gjedser !

    Seit 11.30 Uhr gleitet ein Kraftwagen nach dem anderen durch unser Städtchen zur Sundchaussee. Ab Lütjenbrode winkt weißbemützte Polizei die Richtung ein. Die Anfahrtstraße über das Flugplatzgelände holt - Teile des einstigen Rollfeldes ausnutzend - weit aus. Überall wehende Fahnen. Die um die Anlegestellen vertäuten und verankerten Wasserfahrzeuge haben über die Toppen geflaggt. - Neben dem Landrat, leitenden Beamten und politischen Persönlichkeiten des Kreises, sind bereits Landesminister Andersen und andere Vertreter der Landesregierung sowie Vertreter der Bundesbahn anwesend. Sie beleben den neu geschaffenen Bahnhof "Großenbrode-Kai", als pünktlich um 12.15 Uhr der von einer girlandengeschmückten Lokomotive gezogene Sonderzug einläuft, der u.a. Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm und den Generaldirektor der Bundesbahn, Dr. Helberg, mitbringt. Ein Sudetendeutsches Mädel überreicht dem Bundesminister einen Blumenstrauß. - Bald wird es 11 Uhr sein, der Zeitpunkt, zu dem das Fährschiff mit den dänischen Gästen erwartet wird. So sammelt man sich an der Fährbrücke. Dicht an der Sperrkette, die von unserem Meister Metzger bedient wird, wartet Bundesminister Dr. Seebohm auf den historischen Augenblick und pünktlich wird auch das Erscheinen der "Danmark" vom Turm des Empfangsgebäudes durch Lautsprecher avisiert. Noch außerhalb der Hafeneinfahrt führt das schmucke Schiff ein Wendemanöver durch, um dann rückwärts einzulaufen. Während als Gruß seine tieftönende Sirene aufheult, antworten alle übrigen der im Hafen liegenden Schiffe. Beim Anlegen, das mit großer Präzision vor sich geht, ertönt aus den Lautsprechern der Marsch "Alte Kameraden". Gebannt sieht alles dem Schauspiel zu, so daß unser Meister Metzger erst durch eine nicht gerade sanfte Aufforderung des Bundesministers dazu veranlaßt werden muß, seines Amtes zu walten, wodurch der Weg zu den nun die Brücke betretenden Gästen freigegeben wird, denen man entgegengeht.

    Nachdem das gemeinsame Mittagessen eingenommen war, begaben sich die deutschen Gäste auf die neu überholte schmucke "Danmark", deren zweckmäßige Einrichtungen und hübsch ausgestatteten Salons auf sie nicht ohne Eindruck blieben, während die dänischen Gäste zunächst noch Gelegenheit nahmen, sich die Anlagen und Einrichtungen an Land anzusehen. Wohl die meisten Deutschen machten von der Möglichkeit Gebrauch, an Bord des Schiffes billig Schokolade und Zigaretten zu erstehen.

    Besonders interessant und reizvoll aber war es, mit den dänischen Teilnehmern ein wenig zu plaudern bei einem Glas Wermut und etwas Gebäck. Während der Unterhaltung eines Heiligenhafener Unternehmers mit Minister Larsen stellte sich heraus, daß dieser über die Lage und Größe unseres Städtchens sehr genau im Bilde war. Dabei stellte er in Aussicht, unser Bad einmal mit seiner Familie besuchen zu wollen.

     1951 07 17 HP Das Tor zum Norden aufgestossen

    Wasserverdrängung: 3972 tons, Geschwindigkeit 15,5 sm, Aufnahmefähigk.: 16 Eisenbahn-Güterwagen sowie 1000 Passagiere. Länge der Gleisanlagen an Deck: 157 m

    Foto: Fährschiff "Danmark"

  • DB-Fährschiff "Deutschland" - HP 16.9.1952

    Das von der Deutschen Bundesbahn für den Verkehr auf der Fährverbindung Großenbrode - Gedser bei den Howaldtwerken in Kiel in Auftrag gegebene Fährschiff soll den Namen "Deutschland" erhalten. Der Stapellauf wird voraussichtlich Mitte Dezember 1952 stattfinden.

  • DB-Fährschiff wird gebaut - HP 22.5.1951

    Die Deutsche Bundesbahn hat bei den Howaldtwerken AG in Kiel ein Eisenbahn-Fährschiff in Auftrag gegeben, das im April 1953 fertiggestellt sein soll. Die DB wird sich dann an dem Fährbetrieb zwischen Großenbrode und Gedser, der im Juli 1951 zunächst mit einem dänischen Fährschiff aufgenommen wird, mit einem eigenen Schiff beteiligen können.

    Auf Grund einer zwischen den Dänischen Staatsbahnen und der Deutschen Bundesbahn getroffenen Vereinbarung soll im Laufe des Monats Juli 1951 zwischen Großenbrode und Gedser eine neue Fährverbindung aufgenommen werden. Sie ist dringend notwendig, um den Weg über Fredericia - Korsör zu entlasten, der für die Anforderungen des derzeitigen Verkehrs nicht mehr ausreicht. Zunächst ist auf diesem Fährverkehr nur die Beförderung von Kraftwagen und Personen vorgesehen. Im endgültigen Zustand wird die Fährlinie aber für den Eisenbahnverkehr und daneben auch für Kraftwagen und Personen eingerichtet. Die Bauarbeiten für den Bau eines Fährbettes mit Brücke in Großenbrode, Instandsetzung der Hafenanlagen. Gleisanschluß, Räumung und Ausbaggerung der Fahrrinne sind bereits im Gange. Die Fährlinie wird von den Dänischen Staatsbahnen und der Deutschen Bundesbahn gemeinsam betrieben. Da aber der DB hierfür zunächst noch kein Fährschiff zur Verfügung steht, wird der Betrieb im Juli nur mit dem Eisenbahn-Fährschiff "Danmark" aufgenommen, das täglich für eine Hinfahrt und eine Rückfahrt auf der Linie Großenbrode - Gedser zur Verfügung steht.

  • Der erste Sonderzug trifft ein - HP 26.6.1951

    Wie die Kurverwaltung nachträglich mitteilt, trifft statt des im Wochenprogramm der Kurliste für Donnerstag, den 28.6., 17,21 Uhr, angekündigten Kurswagens mit Feriengästen ein Sonderzug ein. Pensionsinhaber und Zimmervermieter werden besonders darauf hingewiesen, daß der Sonderzug bereits um 16,27 Uhr in Heiligenhafen eintrifft.

  • Der Schuttabladeplatz am Bahnhof - HP 17.5.1957
    wird immer mehr zur Gefahr für Fahrrinne und Hafeneinfahrt. Wie man hört, hat die Werft Göttsch besonders unter der von hier ausgehenden Verschmutzung und Verschlickung zu leiden. Die neue Slipanlage - für die hiesige Fischerei von größtem Nutzen — ist vor allem gefährdet. Viele Arbeitsstunden müssen darauf' verwendet werden, antreibende Sträucher, Kartons und Konservendosen zu beseitigen und die Anlage arbeitsfähig zu erhalten. Besonders schlimm wird die „Zufuhr" vom Schuttabladeplatz bei Ostwind.
  • Der Slip vor der Fertigstellung - HP 09.09.1955
    1955 09 09 HP Der Slip vor der Fertigstellung Goettsch
  • Der Sommerfahrplan gilt— am Kai ist man gerüstet- HP 6.6.1958

    at Ab Sonntag 0,00 Uhr gilt auch für Heiligenhafen der Sommerfahrplan der Bundesbahn. Im Fahrplan kommt es da­bei zu einigen Verschiebungen, die aber im ganzen gesehen unwesentlich sind. Durch die nahe Lage zum Kai aber kann jeder Heiligenhafener viel schneller in die Welt reisen, falls er das will.

    Von Großenbrode-Kai aus kann man direkt nach Paris, Rom oder Wien reisen, aber auch in die griechische Hauptstadt Athen und die türkische Metropole Istan­bul kann man ohne Umsteigen fahren. Paris würde für einen Heiligenhafener in 17 Stunden zu erreichen sein. Doch Scherz beiseite, die Verbindungen vom Kai sind wirklich günstig geworden. Amsterdam ist in 9, Basel in 14, Wien und London in 20, Belgrad in 34 und Kopenhagen braucht man nur 5 Stunden zu reisen, während man Stockholm in 14 und Oslo in 15 Stunden erreichen kann, Athen ist in 64 Stunden zu erreichen.

    Vom 21. Juni bis zum 14. September wird täglich wieder der bekannte Bäder­zug Köln—Neustadt verkehren. Ueber Großenbrode-Kai dagegen wird vom 27. Juni bis zum 6. September der „Adria-Expreß" fahren, der die sonnenhungrigen Skandinavier in den Süden und zurück bringen wird. Ein anderer FD-Zug ist der „Skandinavien-Italien-Expreß", der in diesem Jahr noch schneller werden soll. Eine Neuerung ist die Tagesverbidung Stockholm—Hamburg, die es bis­her nur in umgekehrter Richtung gab.

    Für den kommenden Sommer ist man am Kai gerüstet. Der Ausbau der Fährbetten ist beendet und die anderen Ar­beiten gehen ihrem Ende zu. Lautsprecher sollen als Neuerung an den Laderampen und den Zufahrtsstraßen aufgestellt wer­den, um eine schnellere Beladung der Fährschiffe zu erreichen. Für den Auto­verkehr gibt es außerdem keine Kreuzun­gen bei der Anfahrt mehr. Durch Ein­bahnverkehr soll die Zu- und Abfahrt der Kraftwagen vonstatten gehen.

    Eine andere Neuerung ist die Umstel­lung in der Berechnung der Fährgebüh­ren für Autos. Ab sofort werden diese nicht mehr nach dem Gewicht, sondern nach der Länge des Fahrzeuges festge­setzt. In der Hauptsaison werden zehn Fährfahrten von den zwei deutschen und den zwei dänischen Fährschiffen inner­halb 24 Stunden durchgeführt werden. Ab sofort sind es neun Fährfahrten, die auch für die Nachsaison vorgesehen sind.

    Auch Heiligenhafen bekommt es zu spüren, daß es nicht mehr die verträumte Stadt der Fischer und Schiffer ist. Es liegt jetzt an einer wichtigen Ader des internationalen Verkehrs. Täglich brau­sen und schaukeln die Straßenschiffe mit ihrer Fracht durch die engen Straßen der Stadt. Hoffentlich gelingt es, für dis ver­lorengegangene Ruhe etwas Anderes, Bes­seres (?) einzutauschen.

  • Der Urlaubsexpreß fährt nach Heiligenhafen - HP 17.4.1953

    Es ist das Bestreben aller Kurorte, insbesondere der Seebäder, die durchschnittliche Belegungszeit innerhalb der Saison zu verlängern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten oder sagen wir , Versuche, dieses Ziel zu erreichen. Der Kampf um eine Ferienordnung, die so gelagert ist, daß die verschiedenen Länder ihre Sommerferien etwa nacheinander legen, spielt eine wesentliche Rolle.

    Die Vermieter von Privatzimmern und die Pensionen Heiligenhafens, die im letzten Sommer mit der Ferienreise G.m.b.H., Bielefeld, zusammengearbeitet hatten, haben von dieser Gesellschaft ihre Zimmer mit einer durchschnittlichen Belegungszeit von 63 Tg. erreicht. Ein gutes Ergebnis, besonders, wenn man bedenkt, daß Grömitz, Kellenhusen, Dahme, Niendorf bei ca. 56-60 Belegungstagen liegen.

    Die Ferienreise G.m.b.H., Bielefeld, fährt seit vier Jahren Heiligenhafen mit ihren Sonderzügen an. Beginnend mit der Sommersaison 1953 wird die Gesellschaft mit zwei neuen, gepolsterten Sonderzügen aufwarten, die den Namen Urlaubsexpreß führen. Der Sinn und Zweck dieser Neuerung liegt darin, noch größeren Komfort für die Gäste zu erreichen. Der Urlaubsexpreß, der nur für die Ferienreise GmbH. an die Ostsee läuft, löst damit den bereits bekannten Alpen-See-Expreß ab.

    Die Ankunftstage werden, wie in den letzten Jahren, die Dienstage sein. Die Anfahrt erfolgt über zwei Streckenführungen und zwar einmal über Köln, Dortmund, Bremen, Hamburg, Heiligenhafen, während der 2. Sonderzug, von Süddeutschland kommend, über Hannover, Lüneburg, Lübeck, Neustadt nach Heiligenhafen fährt.

  • Der Weihnachtsmann vom Schienenstrang - HP 2.12.1952

    Mit einer Weihnachtsfeier im Kurhaus am 21.12. wird das Eisenbahn-Sozialwerk - Waisenhort - Nebenstelle Heiligenhafen, die Kinder ihrer Betriebsangehörigen erfreuen. Das Sozialwerk der Eisenbahn hat sich mit einem Namhaften Betrag an der Ausgestaltung der Feier beteiligt, wie auch die Eisenbahnbediensteten selbst aus privaten Mitteln Spenden an den Weihnachtsmann übermitteln, so daß das Fest in größerem Rahmen gestartet werden kann. Alle Kinder der Eisenbahner und Waisenkinder vom 2. bis zum 14. Lebensjahr werden vom Lübecker Weihnachtsmann beschenkt, und außerdem an einer Kaffeetafel bewirtet werden. Vorträge, gemeinsame Lieder, ein Laienspiel der Lübecker Spielschar sowie weihnachtliche Musik werden der Veranstaltung das festliche Gepräge geben. Die Betriebsangehörigen, Pensionäre, Rentner und Witwen sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

  • Die„Vogelfluglinie" regt sich - HP 3.6.1958

    at Immer mehr rückt die Verwirklichung der „Vogelfluglinie" in ein Stadium, auf das dann nur noch der Beginn der prak­tischen Arbeiten erfolgen kann. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in großen Illustrierten mit Zeichnungen, auf denen die große Sundbrücke zu sehen ist, wird auch die Linienführung im Raum Heili­genhafen seit einiger Zeit erörtert. In diesem Zusammenhang ist es interessant, zu erfahren, daß zur Zeit ein Bau- Meß­trupp des Straßenamtes Eutin bei der Arbeit ist, um die geplante Straßen­führung festzulegen.

  • Die Eisenbahn hat immer große Eile - Lensahn - HP 16.12.1955
    1955 12 16 HP Die Eisenbahn hat immer große Eile Lensahn
  • Die Eisenbahner Speeldeel spielte - HP 19.2.1957
    ir Im Kursaal fand am Sonnabend eine zweite, diesmal öffentliche Aufführung des Bauernschwankes „Dat geiht to wiet" durch die Speeldeel des Sozialwerks der Bundesbahn statt. Das gleiche Stück war beim Wintervergnügen des Sozialwerks erfolgreich gewesen. Trotz der zahlreichen gleichzeitigen Veranstaltungen war der Besuch' recht gut. Der Vorsitzende des Sozialwerks, Inspektor Meier, sprach zur Begrüßung. Dann ging das Theaterspiel los!
    Unter der Regie von Harald Fleth fanden sich die Mitwirkenden zu einem natürlichen Spiel zusammen. Es wirkten mit: Henny Niedorf als Bäurin; Günther Fleth als Bauer, Hildegard Hopp als Anna, Willi Germann als „ewiger" Liebhaber
    und Harald Fleth als junger Bauer. Die kleine Speeldeel, die hier mit einem heiteren Stück in heimischer Sprache an die Oeffentlichkeit trat, spielt auch außerhalb von Heiligenhafen und hat sich vorgenommen, das Niederdeutsche, das stets soviel Beifall findet, zu pflegen.
  • Die ersten Gäste - HP 18.05.1954

    ir. Seit einiger Zeit weilen die ersten privaten Gäste in Heiligenhafen. Sie kamen aus Westfalen und verbringen ihre frühen Ferien hier. Am heutigen Tage erwartet das Dünen-Hotel seine ersten Gäste, nachdem am Sonnabend hier die Saison-Eröffnung stattfand. Das Dünen-Hotel wird in der diesjährigen Saison laufend von Betriebsangehörigen der Howaldtwerke in Kiel aufgesucht werden. Für einen Teil des Gebäudes wurde ein fester Abschluß getätigt. - Das Reisebüro Templin meldet, daß erfreulicherweise die Buchungen in diesem Jahr frühzeitig liegen. Aus Berlin, Hamburg und Hannover werden schon in der Vorsaison mehr Gäste als im Vorjahr erwartet. Der Sonderzugverkehr setzt mit dem 5. Juni ds. Js. ein.

  • Die Stadt schaltete sich ein - HP 11.8.1953

    ir. Seit einiger Zeit war bekannt, daß nachts, wenn in Großenbrode das Fährschiff "Deutschland" eingetroffen war, sich Heiligenhafener motorisiert auf den Weg dorthin machten und auf der Chaussee oder am Kai eine etwas merkwürdige Art von Werbung für Übernachtungsmöglichkeiten in Heiligenhafen durchführten. Mit Schildern und einer Art von Lichtreklame sollten die Fremden darauf aufmerksam gemacht werden, daß man in Heiligenhafen noch ein Zimmer erhalten könne. Diese etwas wilde und primitive Art könnte dem Ansehen unserer Stadt schaden, zudem war sie zumindest auf der Chaussee verkehrswidrig. Darum schalteten sich Stadt und Polizei ein. Die Stadt im Hinblick auf einen geordneten Fremdenverkehr, die Polizei im Hinblick auf die Verkehrssicherheit. Wie der Bürgermeister mitteilte, ist durchaus erwünscht, daß den von der Fähre kommenden Ausländern die Möglichkeit gegeben wird, gut in Heiligenhafen untergebracht zu werden. Wenn das konzessionierte Gewerbe ausgelastet ist - was z.B. in der Hauptsaison durchaus der Fall sein kann - und auch in Großenbrode kein Platz mehr zu finden ist, besteht durchaus die Möglichkeit, daß private Zimmervermieter sich einschalten können. Allerdings muß das in Absprache mit dem konzessionierten Gewerbe und zentral gelenkt geschehen, auch wegen der Preise. Bürgermeister Matz gab bekannt, daß sich erfreulicherweise ein hiesiges Reisebüro bereit erklärt hat, den Uebernachtungsverkehr von Großenbrode in die Hand zu nehmen und zu regeln. Dieses Büro hat daher auch nachts nach Eintreffen der Fähre geöffnet, so daß zu hoffen ist, daß damit einer dringenden Notwendigkeit für den geregelten Ausländerverkehr von der Fähre Genüge getan ist.

  • HP 10.4.1952

    ms. In den letzten Tagen sind aus dem Großenbroder Fährbecken der Seefähre Großenbrode - Gjedser von der Uferbefestigung Teile der Spundmauer herausgerissen und als Schrott verkauft. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, daß das Altmaterial bereits bis nach Eutin gegangen ist.

  • Doch noch Vogelfluglinie? - HP 11.8.1950
    Mit einer eingehenden Untersuchung der Strömungsverhältnisse und der Sandwanderung im Raum unseres Fehmarnsundes wird auf Veranlassung des Wasser- und Schiffahrtsamtes Ostsee und der Bundesbahn im kommenden Frühjahr begonnen werden. Die Maßnahme stellt eine notwendige Vorarbeit zur endlichen Verwirklichung der seit Jahren projektierten Vogelfluglinie dar.
  • Eine Fahrt nach Großenbrode-Kai - HP 11.9.1951

    Um 12.30 Uhr verläßt der Omnibus Heiligenhafen und gelangt nach kurzer Fahrt zur Haltestelle des ehemaligen Fliegerhorstes Großenbrode. Auf betonierter und gepflasterter Straße sieht man die Spuren der Sprengungen, die hier in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Auch die gewaltige Mole, die den Liegeplatz der Wasserflugzeuge abschloß, ist der Zerstörung anheimgefallen. Doch unmittelbar vor der Anlegestelle der Fähre ändert sich das Bild. Fleißige Hände haben eine imponierende Anlage geschaffen, die mit ihren Hallen und Gebäuden den nordischen Gästeneine würdige Empfangsstätte bietet.

    Fahrplanmäßig legt die "Danmark", das stattliche Fährschiff, um 12.30 Uhr, an der von einer Tiefbaufirma gebauten Brücke an, die sich nach Bedarf dem Wasserstande anpassen kann. Nachdem durch Lautsprecher in deutscher und dänischer Sprache die nordischen Gäste begrüßt und zur Zollkontrolle eingeladen sind, rollt ein Kraftwagen nach dem andern aus der "Danmark" heraus. 54 PKW´s, 2 große Omnibusse, 5 Motorräder und 1 Motorroller konnte man am Sonnabend, 8. Sept. 51, zählen. Unter diesen Kraftwagen sieht man prächtige Exemplare, die das Herz sachverständiger Kraftfahrer begeistern können. Einzelnde Reisende ohne Kraftwagen und Motorrad waren kaum festzustellen.

    Nachdem die Danmark in kurzer Zeit ihre Fracht an Land gesetzt hatte, bemühten sich deutsche Zollbeamte eifrig um die nordischen Reisenden. Eine wuchtige, gealtige Halle nahm die Nordländer auf, in der es lebhaft zuging. Die Zollabfertigung schien flott vor sich zu gehen, denn viele Reisende begaben sich schon zu ihren Kraftwagen, um durch das Tor des Zollplatzes in die Deutsche Bundesrepublik hineinzufahren. - Eine in der Zollhalle befindliche Posthilfsstelle der Deutschen Bundespost bietet Reisenden ihre schnelle Hilfe an. An einer Wechselstelle kann die mit nordischen Kronen prall gefüllte Börse in gute deutsche DM. umgewechselt werden.

    Um 14.04 Uhr läuft der Hamburger Expreß in Großenbrode-Kai ein. Er ist gut besetzt. Es kehren wohl meistens die Nordländer von ihrer Süd- und Südwestfahrt in ihre Heimat zurück. Auch manchen Westeuropäer lockt es, den Norden aufzusuchen.

    Wenn wir nun weiterhin Umschau halten, so fällt uns die großzügige Weiträumigkeit dieser ursprünglich militärischen Anlage auf, deren Gebäude den heutigen Zwecken sinnvoll dienstbar gemacht sind. Das ehemalige Offizierskasino ist Bahnhofsgaststätte und Strandhotel geworden, von dessen Terasse aus man über einen gepflegten Vorplatz auf die dunkelblaue See schauen kann. Überall bemerkt man die ordnende Hand. Gärtnerische Anlagen sind im Entstehen begriffen, die wohl schon im nächsten Jahr das Gesamtbild sichtbar verschönern dürften.

    Großenbrode-Kai ist ein sichtbares Zeichen Deutschen Aufbauwillens. Die Deutsche Bundesrepublik bemüht sich redlich, zur deutsch-dänischen Fährverbindung von Großenbrode-Kai nach dem dänischen Gjedser nach Kräften beizutragen.

    Großenbrode-Kai, ein lohnendes Ausflugsziel in unserem stillen Winkel Wagriens ! S.

  • Eine Seereise - HP 7.7.1953

    mit dem Fährschiff "Schleswig-Holstein" unternahmen die Belegschaften einer Reihe landwirtschaftlicher Betriebe des Kreises Oldenburg am Sonntag von Heiligenhafen aus. Geplant war, rund um Fehmarn zu fahren. "Rasmus" hatte sich jedoch hindernd eingeschaltet und einen anderen Kurs bestimmt. So ging die Reise vom Fehmarnsund aus südwärts mit ausgedehnter Kaffee-Pause im Hafen Großenbrode-Kai, wo der überaus starke internationale Verkehr und das Einlaufen der Fährschiffe "Deutschland" und "Danmark" viel Neues und guten Ersatz für die ausgefallenen Seemeilen boten. Wenn auch die "Schleswig-Holstein" gut vertäut im Hafen lag, so war sie als schwimmende Tanzfläche immerhin eine Attraktion.

  • Erster Schritt zur„Vogelfluglinie" - HP 17.7.1951

    Ostseefähre Großenbrode—Gjedser eröffnet / Eisenbahnverkehr Hamburg—Kopenhagen um zwei Stunden verkürzt

    Großenbrode. Unter dem Heulen zahl­reicher Schiffssirenen traf das dänische Fährschiff „Danmark" in dem flaggengeschmückten Hafen von Großenbrode (Kreis Oldenburg) ein und eröffnete damit die Fährverbindung zwischen Großenbrode und dem dänischen Hafen Gjedser. Zwischen der Bundesrepublik und Dänemark bestehen nunmehr zwei lei­stungsfähige Fährverbindungen für Passa­giere und Kraftwagen.

    Unmittelbar nach dem Festmachen der „Danmark" begrüßten Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm und der Präsident der Deut­schen Bundesbahn, Dr. Heiberg, im Seebahn­hof Großenbrode den dänischen Verkehrsmi­nister Dr. Larsen und den Generaldirektor der dänischen Stäatsbahnen, Terkelsen, die mit der „Danmark" eingetroffen waren. An­schließend wurde nach einer Besichtigung der „Danmark" der Vertrag zwischen der Bundesrepublik und Dänemark über die Fähre Großenbrode—Gjedser von Dr. Heiberg und dem Generaldirektor der dänischen Staatsbahnen, Terkelsen, unterzeichnet.

    Dr. Helberg betonte in einer Begrüßungs­ansprache, daß die neue Verbindung der erste Schritt zu einer großen Verkehrslinie dar­stelle, die in Skandinavien schon seit Jahr­zehnten unter dem Namen „Vogelfluglinie" angestrebt wird, mit dem Trajektverkehr für Güterwagen sei jedoch voraussichtlich erst im Oktober dieses Jahres zu rechnen. Auch werde sich die Bundesbahn erst 1953 mit einem eigenen Fährschiff beteiligen können. Dr. Helberg unterstrich, daß durch die bahntechnischen Vorkehrungen der Eisenbahnverkehr von Hamburg nach Kopenhagen um etwa zwei Stunden verkürzt wird.

    Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm dankte seinem dänischen Ministerkollegen für die Hilfe von dänischer Seite, die die Fährver­bindung mit ermöglicht habe. Er äußerte ferner die Hoffnung, daß die internationale Fährverbindung zwischen Mitteleuropa und Skan­dinavien dazu beitragen werde, das- „schwer-gepüfte" Land Schleswig-Holstein wirtschaftlich zu entlasten. Im übrigen sei die die Fährverbindung ein Beweis, daß sich internationale Aufgaben trotz politischer Ressentioments lösen lassen.

  • Fährverbindung Großenbrode - Gedser - HP 1.5.1951

    ys. Entgegen allen in der Bevölkerung umlaufenden Gerüchten, daß die Fährverbindung Gedser - Großenbrode nicht zum Zuge komme, wird hiermit mitgeteilt, daß die Bauleitung der Bundesbahn in Großenbrode seit mehreren Wochen ihre Tätigkeit in vollem Umfange aufgenommen hat. So sind im Laufe der letzten Woche erhebliche Mengen von Baustoffen angefahren und gelagert worden. Des weiteren hat eine Kieler Tiefbaufirma mit großem Gerät mit Rammarbeiten begonnen. Die Bundesbahn hat eine Reihe von vorhandenen Blocks für ihre Verwendungszwecke übernommen. Darunter auch ein großes Wirtschaftsgebäude, das auch großen Ansprüchen genügen wird. Ebenso wurde ein größerer Posten Dalben angefahren, die dem Zwecke der Errichtung der Anlegestelle dienen sollen. Weiterhin werden für die Zollbehörde ein Büro, eine Abfertigungsstelle und Wohnhäuser errichtet. Hierfür wird mit den Ausbauarbeiten einer Halle begonnen werden. Es wäre nur zu hoffen, daß die Fertigstellung der hierfür erforderlichen Neuanlagen so rechtzeitig erfolgt, daß die so wichtige Verbindung Deutschland - Dänemark alsbald reibungslos durchgeführt werden kann.

  • Fehmarn soll mit dem Festland verbunden werden - HP 27.11.1951

    Zwei Kilometer langer Damm geplant — „Vogelfluglinie" auf dem Reißbrett — Wissenschaftliche Vorarbeiten

    Burg auf Fehmarn.Das Projekt der „Vogelfluglinie", einer leistungsfähigen Auto­straße, die Dänemark auf dem kürzesten Wege über die Insel Laaland und Fehmarn mit Mitteleuropa verbinden soll, stand in Lübeck im Mittelpunkt deutsch-dänischer Be­sprechungen. Die Vogelfluglinie soll von Roedby auf Laaland über Puttgarden im Norden der Insel Fehmarn über Großenbrode und Lü­beck nach Hamburg führen und von dort als Autobahn bis nach Basel fortgesetzt werden.

    Diese internationale Durchgangsstraße erfordert zwischen dem Festland und. der Insel Fehmarn den Bau eines gewaltigen Dammes von etwa zwei Kilometer Länge und 25 Meter Kronenbreite, der Bahngeleise und die Auto­straße tragen soll. Die Kosten für dieses Bau­werk über den Fehmarnsund werden auf etwa 14 Millionen Mark geschätzt. Da man sich bei einem so kühnen Projekt auf keine Experimente einlassen kann, beauftragte das Land Schleswig-Holstein die gewässerkundliche Untersuchungsanstalt beim Wasser- und Schiffahrtsamt   Ostsee in   Heiligenhafen mit den wissenschaftlichen Vorarbeiten.

    Um die beste Stelle für den Dammbau zu finden, müssen unter anderem die Strömungsverhältnisse an der künftigen Baustelle unter­sucht und geographische und morphologische Forschungen an den Küstenrändern durchge­führt werden. Neue See- und Küstenkarten sind aufzustellen und ihre Eintragungen mit den im Jahre 1875 aufgestellten katasterli­chen Erhebungen zu vergleichen. Geologische und hydrographische Untersuchungen der ge­wässerkundlichen Forschungsanstalt sollen Aufschluß darüber geben, welche Einflüsse und Umstände an bestimmten Küstenab­schnitten im Laufe der Jahrzehnte zu Ab­brüchen und Anlandungen geführt haben.

    Die Wasserbehörden wollen wissen, welche möglichen Folgen der Bau eines Dammes durch den Fehmarnsund haben kann. Man befürchtet beispielsweise, daß die Deiche auf der Insel Fehmarn einem Steigen des Was­serspiegels nicht gewachsen sein könnten. Man will Unterlagen darüber haben, ob unter Umständen die Häfen Orth, Lernkenhafen, Heiligenhafen und Burgstaaken infolge des Dammbaues, versanden, oder der Dammbau ihre Versandung beschleunigen könnte. Berücksichtigt werden muß auch die Möglich­keit, daß die anliegenden Buchten verschlicken.

    Der Bauplan sieht in der Mitte des Dam­mes eine große Schleuse, vor, Um für Schiffe eine Durchfahrtsmöglichkeit zuschaffen. Da beiderseits des Dammes durch den Wind ein verschieden hoher Wasserstand eintreten wird, müssen auch die Strömungsverhältnisse im Fehmarnsund genau ermittelt werden. Die Strömung schwankt augenblicklich zwischen zwei und acht Meter in der Sekunde. Von den genauen Berechnungen des Strömungsvorganges hängt es ab, welchem Druck die Schleuse gewachsen sein muß.

    Die Arbeit der gewässerkundlichen For­schungsanstalt in .Heiligenhafen wird sich über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Jah­ren erstrecken. Bis dahin müssen durch ge­naue Untersuchungen alle Naturkräfte auf See und in Küstennähe genau erfaßt und be­urteilt werden. Erst dann kann man mit dem Bau des Straßen- und Eisenbahndammes über den Fehmarnsund beginnen, der den jahr­zehntealten Plan der „Vogelfluglinie" Wirk­lichkeit werden lassen soll.

  • Fehmarnbelt Tunnel notwendig - Feste Verbindung über den Großen Belt - HP 3.9.1989
    1989 03 09 Fehmarnbelt Tunnel notwendig Feste Verbindung über den Großen Belt
  • FS Deutschland wieder frei - FS Schleswig-Holstein gestrandet - HP 12.11.1957
    1957 11 12 FS Deutschland wieder frei FS SH Leckgeschlagen
  • FS Theodor Heuß in Dienst gestellt - HP 19.11.1957
    1957 11 19 FS Theodor Heuß in Dienst gestellt
  • Gegen Verschmutzung - HP 22.11.1957
    ir Dem Abwandern von Schuttmassen in die Fahrrinne will man jetzt durch einen Dammbau begegnen. Etwa 200 Meter vom Ufer entfernt wird ein 150 m langen Steindamm zum Schutz der Fahrrinne gebaut. Lange schon war man sich der Gefahr bewußt, die der Schuttabladeplatz am Bahnhof für Fahrrinne und Hafeneinfahrt heraufbeschwor. Besonders die Werft Göttsch hatte unter dem Antreiben von Unrat und Schlamm zu leiden, so daß sie nur mit ständiger Mühe
    Ihre Slipanlage arbeitsfähig erhalten konnte. Der jetzt von der Stadt gesetzte Damm ist so hoch, daß auch bei etwas höherem Wasser die Gefahr der Verschmutzung gebannt erscheint.
  • Großenbrode - Tor zum Norden - HP 6.2.1951
    Wie Landrat Dr. Rohwedder mitteilte, sind nunmehr die Verhandlungen über die Fährverbindung Großenbrode - Gedser abgeschlossen und Großenbrode endgültig als diesseitiger Fährhafen bestimmt worden. Großenbrode, so erklärte Dr. Rohwedder, erfülle alle Voraussetzungen für die neue Planung sowohl Seefahrtstechnisch wie auch baulich. Lediglich eine Nachbaggerung der Fährrinne um 80 cm sei erforderlich. Vor allem verspricht sich die Kreisverwaltung zunächst eine Förderung des ostholsteinischen Bäderverkehrs durch Besucher aus skandinavischen Ländern.
  • Großenbrode hilft dem Arbeitsamt - HP 12.5.1953

    ir. In den letzten Tagen waren die Augen aller Deutschen nach Großenbrode gelenkt. Unser sonst so stiller Winkel wurde plötzlich zum Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Viel Arbeit und Vorbereitung war dazu nötig, bis alles so weit war. Der Ausbau des Fährhafens wurde in monatelanger Arbeit vorgenommen und wird sich auch nach den vorliegenden bisherigen Aufträgen noch bis Ende des Monats hinziehen.Er hatte auch für Heiligenhafen eine gewaltige Bedeutung. 350 - 400 Arbeiter waren nämlich aus dem Gebiet der Arbeitsamtsnebenstelle Heiligenhafen dabei beschäftigt und helfen auch weiter an der Fertigstellung der Arbeiten mit. So entlastete Großenbrode in starkem Maße den hiesigen Arbeitsmarkt. "So ein gutes Jahr haben wir noch nie gehabt" konnte darum Richard Grapengeter, der Leiter unseres Arbeitsamtes, auch im Rathaus sagen. Es sind z. Zt. nur noch 270 Arbeitslose im Gebiet dieser Nebenstelle vorhanden; eine so niedrige Zahl ist seit Bestehen, d.h. seit 1945, noch nicht erreicht worden. Im vergangenen Jahr waren zur gleichen Zeit noch 907 Personen, 1951 im März 1135 Menschen arbeitslos. Damals gehörte Heiligenhafen zu den Sorgenkindern des Arbeitsamtes Lübeck, denn es war unter den schlechtesten Nebenstellen des Bezirks. Jetzt aber hat es durch die Ankurbelung der Bauwirtschaft - insbesondere in Großenbrode - mächtig aufgeholt.

    Viele Arbeitskräfte in Heiligenhafen, die jetzt in Großenbrode arbeiten, sind für ihre jetzige Tätigkeit nicht vorgesehen, sondern haben andere Berufe erlernt. Für sie ist dieser Einsatz nicht leicht. Jedoch meldeten sich viele, um endlich überhaupt wieder einmal Arbeit zu haben und das Leben ihrer Familien etwas zu verbessern. Man hofft, daß auch, wenn die bisher an die einzelnen Firmen verteilten Aufträge Ende Mai termingemäß fertiggestellt sein werden, sich doch noch weitere Arbeitsmöglichkeiten aus den bisher geschaffenen Anlagen, sei es im Straßenbau oder in anderer Weise, ergeben werden.

    Sehr schöne Dauer-Arbeitsplätze ergab der Gaststättenbetrieb auf dem neuen Fährschiff. 20 junge Menschen aus Heiligenhafen konnten dorthin vermittelt werden; sei es in die Küche, ans Buffett oder als Hausdiener. Dieser Betrieb wird als einer der modernsten und besten, den wir im Bundesgebiet in dieser Art überhaupt haben, bezeichnet, und es ist zu hoffen, daß sich auch unsere Heiligenhafener an Bord der "Deutschland" wohlfühlen werden und zugleich mit dem Schiff und seiner Besatzung für Deutschland werben.

  • Großes Richtfest - HP 1.9.1953

    ir. Kürzlich wurden 46 Wohnungen der Bundesbahn in Heiligenhafen gerichtet. Es handelte sich um den 2. Bauabschnitt. Bei einer großen Feier im Hotel "Zur Börse", an der 125 Personen teilnahmen, waren auch Vertreter der Bundesbahn, der Baugesellschaft Norden (Hamburg) und Bürgermeister Matz anwesend...

  • Hafenbild wird sich verändern - HP 3.1.1958

    ir Wohl im Laufe des neu begonnenen Jahres dürfte sich das vertraute Bild unseres Hafens an einer Stelle erheblich ändern. Wenn jetzt die großen Silos der Firmen Jessen und Luken & Jessen den Südkai beherrschen, so erhalten diese bald eine Konkurrenz. Ein neuer Großsilo, seit langem geplant, ist im Entste­hen. Bereits zu Ende des vorigen Jahres wurde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Oestlich des Jessen'schen Silos baut die Ein- und Verkaufsgenossen­schaft, Oldenburg. Der Silo wird in ganz moderner Form errichtet und mit einer Höhe von 34 m der höchste unserer Stadt sein.

  • Heiligenhafen wird Eisenbahnerstadt - HP 24.12.1956
    ir Donnerstag nachmittag wehten Fahnen und Richtkränze über Heiligenhafens jüngstem Stadtteil. 32 Wohnungen der Bundesbahn wurden auf dem leuen Baugelände Stiftstraße—Möwenstraße—Bundesstraße gerichtet.
    Für die Besatzung des zweiten deutschen Fährschiffes, das im Frühjahr in Dienst gestellt werden soll, werden hier Wohnungen geschaffen. Da der Raum aber noch nicht ausreichend ist, sollen noch 30 Wohnungen an anderer Stelle gebaut werden. Wie die Vertreter der Bundesbahn und der Baugesellschaft angaben, sind bereits Verhandlungen mit der Stadt um Baugelände aufgenommen.
    Die jetzt gerichteten Wohnungen sollen zum 1. Mai bezugsfertig sein. Es sind recht ansprechende Raumverhältnisse vorgesehen: 3- und 4-Zimmerwohnungen bis zu 60 qm Wohnraum, mit Nebengelaß, Bad und Mehrraumheizung. Das Gesamtprojekt erfordert rund 700 000 DM.
    Die 32 Wohnungen verteilen sich auf 3 doppelgeschossige Blocks, einen von '16 und zwei von je 8 Wohnungen. Den größen Wohnblock errichtet die Firma Johs. Boller, Heiligenhafen, die beiden kleineren die Firmen Fr. Ernst und Paul Hansen, Oldenburg. Die gesamten Zimmererarbeiten liefert die hiesige Firma Joh. Boldt. Die Bauleitung und -betreuung liegt in den Händen der Wohnungsbaugesellschaft Schleswig-Holstein-, Kiel.
    Sehr viele Beteiligte gab es diesmal bei dem großen Richtfest. Zimmerpolier Gust. Mock sprach den Richtspruch hoch über den Köpfen der Zuschauer, sein dreimaliger Hammerschlag und das zerschmetterte Glas werden den Häusern sicherlich Glück bringen. Im „Deutschen Haus" war anschließend die Tafel zum Richtschmaus vorbereitet. Als Vertreter der Bundesbahn nahmen Amtmann Wessel und Oberinsp. Göden, beide von der Bundesbahndirektion Hamburg, teil. Von der Stadt waren Bürgervorsteher Krumlinde und Stadtrat Grapengeter, von der Wohnungsbaugesellschaft Schleswig-Holstein u. a. die beiden Direktoren Schmidt und Nitsche anwesend.
  • Heiligenhafen, Stadt der Eisenbahner - HP 11.5.1954

    ir. Wenn man jetzt durch Heiligenhafen geht und die Neubauten des letzten Jahres betrachtet, so fallen die neuen Häuser der Bundesbahn durch ihre schmucke Bauweise auf. 72 neue Wohnungen konnten bislang von Bediensteten der Bundesbahn bezogen werden. Das sind mehr, als irgend eine Berufsparte sonst in der gleichen Zeit in unserer Stadt für sich einnahm. Nicht einmal die Fischer konnten damit zahlenmäßig konkurrieren. Und noch weitere Bauten der Bundesbahn sind angekündigt. Von den 40 geplanten sollen 26 sofort gebaut werden. Das ist dringend nötig, denn das Haus "Mautgreve" und die Villa "Seeblick", die für den allgemeinen Fremdenverkehr bestimmt sind, mußten schon für Eisenbahner und Angehörige der Paßkontrolle belegt werden, die zum Dienst in Großenbrode berufen wurden und baldmöglichst eine Wohnung in Heiligenhafen erhalten sollen. Durch den Fährverkehr nach Dänemark, durch den internationalen Durchgangsverkehr über Großenbrode, wird Heiligenhafen zur Eisenbahnerstadt.

    Am 17. Januar 1898, als der erste Zug der damaligen Kreiseisenbahn vom Heiligenhafener Bahnhof abfuhr, ahnte noch niemand diese Entwicklung. Mit wenigen Bediensteten konnte der damalige Verkehr abgewickelt werden. Allmählich nahm die Zahl der täglich ein- und auslaufenden Züge zu. Das Eisenbahn-Betriebswerk Heiligenhafen entstand und wuchs. Ueber 100 Bedienstete umfaßt es jetzt mit den Angehörigen der Fehmarn-Sundfähre. Zu diesen 100 Familien kommen rund 50 der zum hiesigen Bahnhof gehörigen ANgestellten, Arbeiter und Beamten dazu. Ferner leben 80 Rentner und Pensionäre am hiesigen Ort. Insgesamt beherbergt Heiligenhafen rund 230 Eisenbahner-Familien.

    Nun kamen aber mit der Eröffnung des Skandinavienverkehrs noch viele neue hinzu. Es begann eine ganz neue Entwicklung. 85 Bedienstete zählt das Fährschiff "Deutschland". Der überwiegende Teil ihrer Familien wohnt in Heiligenhafen. Weitere 80 - 90 Bedienstete aber werden jetzt mit Beginn des Sommerfahrplans (23. Mai) zusätzlich eingesetzt werden. Auch diese Menschen werden in Heiligenhafen eine neue Heimat finden. Sogar ein Teil der 29 Eisenbahner des Bahnhofs Großenbrode wohnt in Heiligenhafen.

    Im Gefolge der Eisenbahner befinden sich auch noch eine stattliche Anzahl anderer Menschen, die auf demselben Wege in Heiligenhafen ansässig wurden oder noch werden wollen. Das sind vor allem die Angehörigen der Wirtschaftsbetriebe des Fährschiffs. Von ihren rund 70 Angestellten wohnen schon viele mit ihren Familien hier. Der Gastronom der "Deutschland" ist bestrebt, durch eine eigens dazu gegründete Baugesellschaft den Wohnungsbau weiter zu beschleunigen. Die ersten Häuser wurden bereits gebaut, und der Chef selbst hat auch ein schönes Plätzchen auf der Ecke Eichholzweg - Wildkoppelweg für sein eigenes Heim gefunden. Außerdem haben sich eine Reihe von Angehörigen des Zollamtes und der Paßkontrollstelle von Großenbrode-Kai in Heiligenhafen niedergelassen. Alles in allem gerechnet kann man sagen, daß zu den 230 Heiligenhafener Eisenbahnerfamilien in absehbarer Zeit noch einmal so viele Hausstände durch den Großenbroder Fährverkehr nach Heiligenhafen kamen. Man wird also in Zukunft nicht nur von Heiligenhafen als Badeort und Stadt der Fischer sondern auch als Stadt der Eisenbahner sprechen dürfen.

    Die neu Hinzugezogenen kamen aus dem ganzen Bundesgebiet, rund ein Drittel jedoch aus dem Raum Hamburg. Das Einleben am fremden Ort war gar nicht so einfach. Die Wohnungen wurden gleich gelobt, darin hatten viele Familien gern getauscht. Die Männer, die auf dem Fährschiff beschäftigt sind, zeigten sich auch von dem neuen sauberen Dienst befriedigt. Aber es gab auch Nachteile. Die neuen Wohnungen liegen recht weit vom Bahnhof. Darum sollen auch die weiteren an der Postlandstraße und nicht mehr im Westen der Stadt gebaut werden. Auch will die Bahn versuchen, einen besseren Zubringerdienst nach Großenbrode hin und her einzurichten. Für die Hamburger machte sich der hiesige niedrige Ortsklassentarif recht unangenehm bemerkbar. Während sie in Hamburg einen Sondertarif bekamen, gab es hier nur den Tarif C, das bedeutet einen mönatlichen Verlust von durchschnittlich 70 bis 80 DM pro Familie. Dabei stellten die Hausfrauen bald fest, daß so manches wie z.B. Obst, Gemüse, sogar Fisch und Textilien in der Großstadt billiger auf den Tisch kam. Die Lebenshaltungskosten waren gestiegen, der Verdienst gefallen. Es ist daher nur zu erklärlich, daß es gerade die Eisenbahner waren, die den von der Stadt vor einiger Zeit weitergeleiteten Antrag auf Tarifklassenerhöhung wünschten. Für die Frauen war wohl überhaupt die Umstellung schwieriger als für ihre Männer. Wer an die Großstadt gewöhnt ist, findet zunächst einmal, daß hier "nichts los" ist. Sehr rühmend wurde bei dieser Frage das neue Kino bewertet, das auch von den Großstädtern gelobt wurde. Nun hofft ja alles auf den Sommer und daß dann bei dem einsetzenden Badebetrieb auch die einstigen Großstadtbewohnerinnen sich in Heiligenhafen einleben werden. Sicher werden das ja die Kinder tun, die nun mit der Freiheit und den Spiel- und Tummelgelegenheiten unseres Ortes einen guten und schönen Tausch gemacht haben. Sehr erfreut zeigten sich die Eltern, daß schulisch ihren Mädchen und Jungen keine Nachteile entstanden, da alle Schulgattungen vorhanden sind.

  • In den Hafen gefallen und gerettet - HP 6.9.1957
    ir. Am Mittwochmittag fiel der 6 jährige Sohn des Grenzschutzbeamten Labinski in der Nähe des Silos in den Hafen. Den Unfall bemerkte sofort der an den Bahngleisen arbeitende Erwin Blohs aus Großenbrode. Sofort sprang er dem Jungen nach und rettete ihn.
  • Internationaler Schmuggelring gesprengt - HP 30.5.1958

    at Seit einiger Zeit war der Zollfahn­dungsstelle Lübeck bekannt, daß über den Bahnhof Großenbrode Kai große Mengen Kaffee, Tee und Zigaretten aus Holland geschmuggelt wurden. Die Ermittlungen--ergaben, daß ein Holländischer D-Zug-Koch die „Ware" mitbrachte und in Großenbrode Kai an Mittelsmänner ver­teilte. Die Zollfahndung führte vor ei­nigen Tagen eine Razzia durch und konnte die meisten Mitglieder des Schmuggelringes in flagranti ertappen. In langen Verhören konnten die weiteren Zusammenhänge geklärt werden.

  • Jetzt rollt es wieder (Großenbrode Kai) - HP 30.4.1957
    1957 04 30 Jetzt rollt es wieder Grossenbrode Kai

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