Indem Sie weiter auf dieser Webseite navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Internet Browsers zu ändern, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
banner

Heiligenhafen

  • 09.06.1954 Heiligenhafener Post

    4 Minenräumer

    ir. Ueber Pfingsten lagen die Minenräumboote USR 130, 131, 135 und 139 im hiesigen Hafen. Sie werden auf der Strecke Großenbrode - Gedser eingesetzt, um einen neuen Weg für die Fährschiffe zu schaffen, der 20 Minuten Fahrzeit ersparen wird.

    Die unter amerikanischer Flagge fahrenden Boote haben deutsche Besatzung.

    http://www.minenjagd.de/minenjagd/1935_1945/kriegsmarine/boote/rboot_130_150/rboot_130_150.php

  • BR50 2460 in Heiligenhafen

     

    1950er_50-2460_Gleis1_50er_Jahre Foto: Skudlarek

    BR50 2460 auf Gleis 1, Aufnahme ca. Dezember 1954 - August 1956

     

    Die Schlepptenderlokomotiven der Baureihen 50 und 41 kamen hauptsächlich nach Eröffnung des Fährbahnhofs Großenbrode-Kai (1951 - 1963) nach Heiligenhafen.

     

    Folgende Angaben stammen aus der Lokomotivdatenbank:

    (Java wird benötigt)

     

    Hersteller: Lokomotivfabrik Krupp, Essen
    Baujahr: 1942
    Fabriknummer: 2625
    Bauart: 1'E h2
    Spurweite: 1435 mm
    Lebenslauf:
    DRB 50 2460
    ->DB
    ->'68 DB 052 460-3
    +25.07.75

     

  • Bahnbetriebswerk Heiligenhafen

    Fristarbeiten an einer V36

     

    Aufnahmen 50er Jahre, alle Fotos: Asbahr

    1950er_069-Frist_an_V36Asbahr 1950er_070-Frist_an_V36Asbahr

    1950er_075-Frist_an_V36_Asbahr

     

    1950er_080-Frist_an_V36_Asbahr

  • 1.9.1953 Heiligenhafener Post

    Großes Richtfest

    ir. Kürzlich wurden 46 Wohnungen der Bundesbahn in Heiligenhafen gerichtet. Es handelte sich um den 2. Bauabschnitt. Bei einer großen Feier im Hotel "Zur Börse", an der 125 Personen teilnahmen, waren auch Vertreter der Bundesbahn, der Baugesellschaft Norden (Hamburg) und Bürgermeister Matz anwesend...

  • Bahnhof Heiligenhafen

    KOE Km 43,36 - DB Km 0,00

     

    1930_hgn 

    Bahnhof Heiligenhafen im Frühjahr 1930
    Fotos: Graßhoff, Digitale Bildbearbeitung: Horst Hoffmann

     


    Daten:

    Mai 1897 Richtfest für das Bahnhofsgebäude Heiligenhafen

    17. 1.1898 Inbetriebnahme der Strecke Oldenburg - Heiligenhafen durch die KOE.

    17. 1.1898 Inbetriebnahme der Hafenbahn in Heiligenhafen durch die KOE

    01.08.1941 Die KOE verliert Selbstständigkeit und geht an die Reichsbahn über.

    xx.xx.1960 Rückbau von Gleisanlagen am Hafen, es bleibt nur noch ein Gleis.

    08.05.1962 Sprengung des Betonsockels für den Kohlenkran

    xx.xx.1974 Erneuerung der Gleisanlagen.

    29. 5.1976 Einstellung des Personenverkehrs.

    März 1985 Rückbau der restlichen Gleisanlagen

     

    Weiterführende Links:

    Wiki: Kreis Oldenburger Eisenbahn

     

  • 9.10.1951 Heiligenhafener Post

    Heiligenhafen - Hamburg in 2 Stunden 42 Minuten

    Wie die Bundesbahn mitteilt, ist im Winterfahrplan, der im allgemeinen unverändert geblieben ist, auf der Strecke Hamburg - Heiligenhafen - Hamburg eine begrüßenswerte Verbesserung in sofern eingetreten, als das Triebwagenpaar Hamburg - Großenbrode-Kai in Lütjenbrode hält und ein Umsteigen der Fährgäste von und nach Heiligenhafen gestattet. Die Anschlüsse in Lütjenbrode werden durch die fahrplanmäßigen Fehmarnzüge hergestellt. Man kann also fahren: Ab Hamburg 11.26 (an Heiligenhafen 14.06), ab Heiligenhafen 14.25 (an Hamburg 17.07).

  • 11.5.1954 Heiligenhafener Post

    Heiligenhafen, Stadt der Eisenbahner

    ir. Wenn man jetzt durch Heiligenhafen geht und die Neubauten des letzten Jahres betrachtet, so fallen die neuen Häuser der Bundesbahn durch ihre schmucke Bauweise auf. 72 neue Wohnungen konnten bislang von Bediensteten der Bundesbahn bezogen werden. Das sind mehr, als irgend eine Berufsparte sonst in der gleichen Zeit in unserer Stadt für sich einnahm. Nicht einmal die Fischer konnten damit zahlenmäßig konkurrieren. Und noch weitere Bauten der Bundesbahn sind angekündigt. Von den 40 geplanten sollen 26 sofort gebaut werden. Das ist dringend nötig, denn das Haus "Mautgreve" und die Villa "Seeblick", die für den allgemeinen Fremdenverkehr bestimmt sind, mußten schon für Eisenbahner und Angehörige der Paßkontrolle belegt werden, die zum Dienst in Großenbrode berufen wurden und baldmöglichst eine Wohnung in Heiligenhafen erhalten sollen. Durch den Fährverkehr nach Dänemark, durch den internationalen Durchgangsverkehr über Großenbrode, wird Heiligenhafen zur Eisenbahnerstadt.

    Am 17. Januar 1898, als der erste Zug der damaligen Kreiseisenbahn vom Heiligenhafener Bahnhof abfuhr, ahnte noch niemand diese Entwicklung. Mit wenigen Bediensteten konnte der damalige Verkehr abgewickelt werden. Allmählich nahm die Zahl der täglich ein- und auslaufenden Züge zu. Das Eisenbahn-Betriebswerk Heiligenhafen entstand und wuchs. Ueber 100 Bedienstete umfaßt es jetzt mit den Angehörigen der Fehmarn-Sundfähre. Zu diesen 100 Familien kommen rund 50 der zum hiesigen Bahnhof gehörigen ANgestellten, Arbeiter und Beamten dazu. Ferner leben 80 Rentner und Pensionäre am hiesigen Ort. Insgesamt beherbergt Heiligenhafen rund 230 Eisenbahner-Familien.

    Nun kamen aber mit der Eröffnung des Skandinavienverkehrs noch viele neue hinzu. Es begann eine ganz neue Entwicklung. 85 Bedienstete zählt das Fährschiff "Deutschland". Der überwiegende Teil ihrer Familien wohnt in Heiligenhafen. Weitere 80 - 90 Bedienstete aber werden jetzt mit Beginn des Sommerfahrplans (23. Mai) zusätzlich eingesetzt werden. Auch diese Menschen werden in Heiligenhafen eine neue Heimat finden. Sogar ein Teil der 29 Eisenbahner des Bahnhofs Großenbrode wohnt in Heiligenhafen.

    Im Gefolge der Eisenbahner befinden sich auch noch eine stattliche Anzahl anderer Menschen, die auf demselben Wege in Heiligenhafen ansässig wurden oder noch werden wollen. Das sind vor allem die Angehörigen der Wirtschaftsbetriebe des Fährschiffs. Von ihren rund 70 Angestellten wohnen schon viele mit ihren Familien hier. Der Gastronom der "Deutschland" ist bestrebt, durch eine eigens dazu gegründete Baugesellschaft den Wohnungsbau weiter zu beschleunigen. Die ersten Häuser wurden bereits gebaut, und der Chef selbst hat auch ein schönes Plätzchen auf der Ecke Eichholzweg - Wildkoppelweg für sein eigenes Heim gefunden. Außerdem haben sich eine Reihe von Angehörigen des Zollamtes und der Paßkontrollstelle von Großenbrode-Kai in Heiligenhafen niedergelassen. Alles in allem gerechnet kann man sagen, daß zu den 230 Heiligenhafener Eisenbahnerfamilien in absehbarer Zeit noch einmal so viele Hausstände durch den Großenbroder Fährverkehr nach Heiligenhafen kamen. Man wird also in Zukunft nicht nur von Heiligenhafen als Badeort und Stadt der Fischer sondern auch als Stadt der Eisenbahner sprechen dürfen.

    Die neu Hinzugezogenen kamen aus dem ganzen Bundesgebiet, rund ein Drittel jedoch aus dem Raum Hamburg. Das Einleben am fremden Ort war gar nicht so einfach. Die Wohnungen wurden gleich gelobt, darin hatten viele Familien gern getauscht. Die Männer, die auf dem Fährschiff beschäftigt sind, zeigten sich auch von dem neuen sauberen Dienst befriedigt. Aber es gab auch Nachteile. Die neuen Wohnungen liegen recht weit vom Bahnhof. Darum sollen auch die weiteren an der Postlandstraße und nicht mehr im Westen der Stadt gebaut werden. Auch will die Bahn versuchen, einen besseren Zubringerdienst nach Großenbrode hin und her einzurichten. Für die Hamburger machte sich der hiesige niedrige Ortsklassentarif recht unangenehm bemerkbar. Während sie in Hamburg einen Sondertarif bekamen, gab es hier nur den Tarif C, das bedeutet einen mönatlichen Verlust von durchschnittlich 70 bis 80 DM pro Familie. Dabei stellten die Hausfrauen bald fest, daß so manches wie z.B. Obst, Gemüse, sogar Fisch und Textilien in der Großstadt billiger auf den Tisch kam. Die Lebenshaltungskosten waren gestiegen, der Verdienst gefallen. Es ist daher nur zu erklärlich, daß es gerade die Eisenbahner waren, die den von der Stadt vor einiger Zeit weitergeleiteten Antrag auf Tarifklassenerhöhung wünschten. Für die Frauen war wohl überhaupt die Umstellung schwieriger als für ihre Männer. Wer an die Großstadt gewöhnt ist, findet zunächst einmal, daß hier "nichts los" ist. Sehr rühmend wurde bei dieser Frage das neue Kino bewertet, das auch von den Großstädtern gelobt wurde. Nun hofft ja alles auf den Sommer und daß dann bei dem einsetzenden Badebetrieb auch die einstigen Großstadtbewohnerinnen sich in Heiligenhafen einleben werden. Sicher werden das ja die Kinder tun, die nun mit der Freiheit und den Spiel- und Tummelgelegenheiten unseres Ortes einen guten und schönen Tausch gemacht haben. Sehr erfreut zeigten sich die Eltern, daß schulisch ihren Mädchen und Jungen keine Nachteile entstanden, da alle Schulgattungen vorhanden sind.

  • 5.2.1954 Heiligenhafener Post

    Kappenfest der Eisenbahner

    Der Festausschuß der Eisenbahner hat das Kappenfest 1954 auf den 13. Februar festgelegt. Eine erstklassige Tanzkapelle sorgt für Stimmung und Humor. Ueberraschungen sind im Programm vorgesehen. Die Veranstaltung wird als geschlossene Gesellschaft in sämtl. Räumen des Kurhauses durchgeführt.

  • 1958_LUFTBILD_1 Slg. Sven GorgosBildquelle: FVW Heiligenhafen
  • 5.8.1952 Heiligenhafener Post

    Mit der DB ins Blaue

    Wenn die Deutsche Bundesbahn zur Fahrt einlädt, so meint sie es gut mit ihren Fahrgästen. Das "bahnamtliche" läßt sich, so unvermeidlich es sein mag, auch einmal zu Gunsten der guten Stimmung in den Hintergrund schieben. Jedenfalls verstand es die Schiffsführung des Fährschiffes "Schleswig-Holstein", ihren Gästen am Sonntag ein Stück Seefahrt zu bieten, die besonders den Kurgästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Mit Gästen von Burg a. F. kommend lief die "Schleswig-Holstein" Heiligenhafen an und wandte sich dann ostwärts. Das weite Deck, auf dem sonst schwere Eisenbahnwagen den Sund überqueren, wurde zur Tanzfläche; auch auf den seitlichen Hochdecks, die sonst nur von der Schiffsführung betreten werden dürfen, war der Tanz erlaubt; selbst das "Allerheiligste", die Kommandobrücke, war als Ausguck freigegeben. Angehende Nautiker konnten sogar Einblick in die Seekarten erhalten und sich den Kurs erklären lassen. So ging es in guter Stimmung durch den Fehmarnsund und dann auf der Straße des internationalen Verkehrs nach Süden, wo in der Ferne die Rauchwolken der "Danmark" deren Ausfahrt nach Gedser ankündigten. Auf Sonnenbeglänzter Ostsee schoben sich die Schiffsleiber einander entgegen und begeistertes Winken hinüber und herüber umrahmten das feierliche Zeremoniell des Flaggengrußes. Eine kurze Visite noch im Hafen Großenbrode-Kai, dann ging es wieder nordwärts Fehmarnsund entgegen, wo die Seezeichen bereits von der sinkenden Sonne umglänzt waren. In gehobener Stimmung, zu der auch die Bordrestauration zu ihrem Teil beitrug, stiegen die Gäste in Heiligenhafen wieder an Land. Es ist beabsichtigt, weitere Fahrten dieser Art durchzuführen.

    Foto: So sieht man die "Danmark", wenn sie in Großenbrode-Kai Wagen auf Wagen aufnimmt, um sie nach etwa 3-stündiger Seefahrt auf Laaland wieder abzusetzen.

    (Foto) Mit der DB ins Blaue - Sonderfahrt der Sundfähre

  • 30.4.1954 Heiligenhafener Post

    Noch 12 Wohnungen

    ir. Nachdem mit dem 1. Bauabschnitt des Wohnungsbaues für das gastronomische Personal des Fährschiffs "Deutschland" begonnen wurde und damit 8 Wohnungen entstehen, soll auch in diesem Sommer mit dem 2. Bauabschnitt, d. h. mit 12 weiteren Wohnungen begonnen werden. Z. Zt. wird die Platzfrage dafür geklärt.

  • 16.07.1954 Heiligenhafener Post

    Polizeistunde bleibt

    ir. Das Polizeipräsidium lehnte den Antrag  Heiligenhafens auf Verlängerung der jetzt festgesetzten Polizeistunde ab. In gleicher Weise wurde bei allen Badeorten verfahren. In der Begründung heißt es, daß es mit Rücksicht auf die ruheliebenden Badegäste geschah. Möglich jedoch sind Einzel-Genehmigungen auf Verlängerung. Davon wurde für 6 hiesige Hotels Gebrauch gemacht. Ihre Polizeistunde reicht bis 2 Uhr nachts, damit sie die Möglichkeit haben, die Gäste der letzten Nachtfähre von Skandinavien abzufertigen.

  • 1974 05 28 Reisezugverkehr zwei drittel eingeschraenkt sw
  • Ringlokschuppen Heiligenhafen
     
    Der Ringlokschuppen für das Bw Heiligenhafen wurde im Herbst 1938 errichtet. In der Planung wurde eine spätere Erweiterung von 4 auf 5 Stände vorgesehen, welche jedoch nie ausgeführt worden ist. Im Herbst 1974 wurde der Lokschuppen abgebrochen, die LEV errichtete an dieser Stelle eine Lagerhalle für Düngemittel. Die Straße zum Hafen wurde verbreitert und noch heute ist ein Absatz in der Straße erkennbar.
    Die handbetriebene Drehscheibe hatte einen Durchmesser von 14.10 Metern, der Abstand vom Mittelpunkt der Drehscheibe zur Schuppenfront ist in alten Zeichnungen mit 8.00 Meter angegeben. Die Teilung der Schuppengleise liegt bei 17 Grad, die Standlänge ist mit 16.50 Meter inkl. Vorder- und Rückwand angegeben. Die Höhe des Lokschuppens liegt bei 7.20 Meter.
    Lokschuppen Bw Heiligenhafen von 1938
    Innenansicht Ringlokschuppen Bw Heiligenhafen
    Die 3D Zeichnung ist im Maßstab 1:32 erstellt und auf Anfrage bei mir erhältlich.
  • 30.07.1954 Heiligenhafener Post

    Straßenverkehr

    Am Aufschwung des Straßenverkehrs im gesamten Gebiet unserer Bundesrepublik nimmt auch Heiligenhafen Anteil. Zum Durchgangsverkehr nach Fehmarn und zum Verkehr nach anderen nahen und fernen Zielen ist außerdem noch seit Bestehen der Fährverbindung Gjedser - Großenbrode-Kai der nordische Besucherstrom hinzugekommen. Will man diesen Gesamtverkehr in Heiligenhafen beobachten, so wählt man am besten einen Standort, der zu diesem Zwecke besonders geeignet zu sein scheint. Das ist wohl der Fall bei der Straßenkreuzung an der Tankstelle Petersen, wo Bergstr., Schmiedestr., Oldenburger Chaussee und Lütjenburger Weg eine Kreuzung bilden.

    Am Dienstag, dem 27. Juli 1954, fuhren von 15-16 Uhr (also in einer Stunde) über diese Kreuzung 105 PKW´s, 22 LKW´s 4 Omnibusse, 2 Trecker und 11 Motorradfahrer, insgesamt 144 motorisierte Fahrzeuge, also in 10 Minuten 24 Fahrzeuge. Mag auch dieser Nachmittagsstunde der Verkehr im Vergleich zu anderen Tages- und Nachtstunden stark sein, so dürfte man dennoch annehmen, daß der Gesamtverkehr bei Tag und bei Nacht, in 24 Stunden, wenn auch nicht 24 mal 144 = 3 456 Fahrzeuge, so doch wohl mindestens ca. 2 000 Fahrzeuge, über diese Kreuzung rollen läßt. Nur drei mit Pferden bespannte Wagen überquerten die Kreuzung. Das Pferd, der starke Freund des Menschen, der uns besonders in Notzeiten treu geholfen hat, tritt mehr und mehr in den Hintergrund. Dazu belebten in oben genannter Stunde 57 Radfahrer diese Straßenstelle, außerdem 172 Personen, die zu Fuß über die Kreuzung eilten, die dem eiligen Kraftfahrer gleichsam als eine veraltete Form der Fortbewegung und als störendes Hindernis erscheinen. Immerhin dürften wohl ca. 2 000 Fußgänger in 24 Stunden über diese Stelle laufen, also etwa der vierte Teil der Einwohnerschaft Heiligenhafens, außerdem wohl ca. 600 Radfahrer, die allen Grund haben, sich an dieser Kreuzung vorzusehen.

    Legen in Großenbrode-Kai die Fährschiffe "Seutschland" und "Danmark" an, so dauert es nicht lange, bis die nordischen Gäste kolonnenweise Heiligenhafen durchfahren und am Südende der Stadt den Chausseeberg nach Oldenburg hinaneilen, indem man den Vordermann noch zu überholen versucht. Doch auch jene sind unter ihnen zu finden, die keine Eile haben, in Heiligenhafen haltmachen, sowohl bei der Einfahrt nach Westdeutschland als auch bei der Rückkehr in ihre Heimat in unserer Stadt übernachten und ruhig und beschaulich ihres Weges ziehen, nachdem die nordischen Kronen, in Deutsche Mark verwandelt, verausgabt sind. S.

  • 9.3.1951

    Um aktuelle Fragen

    Auf Einladung des Bürger- und Verkehrsvereins sprachen am Dienstagabend Bürgermeister Matz und Bürgervorsteher Jaek vor einem kleinen Kreis, der sich aus führenden Persönlichkeiten des Handels, des Handwerks und des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes zusammensetzte, zu denen sich auch der geschäftsführende Aeltermann der Großen Bürgergilde eingefunden hatte. Es galt vor allem die Frage zu lösen, ob und wie weit die neue Fährverbindung Großenbrode - Gedser das Wirtschaftsleben Heiligenhafen befruchten könne.

    In einem längeren Vortrag sprach Bürgervorsteher Jaek, der in seiner Eigenschaft als Kreispräsident an allen maßgeblichen Besprechungen teilnahm. Es steht fest, so führte er u. a. aus, daß Großenbrode endgültig als Hafen bestimmt und Travemünde fallen gelassen ist. Die beteiligten Eisenbahnen, sowohl in Dänemark wie in Deutschland rechnen mit einer starken Inanspruchnahme des Fährbetriebes auch von Norwegen aus, da vermutlich ein großer Teil des bisher über Warnemünde geleiteten Verkehrs auf die neue Linie abwandern werde. Wenn auch die hiesigen Wirtschaftskreise sehr daran interessiert seien, den Durchgangsverkehr durch unsere Stadt zu leiten, so sei doch nicht damit zu rechnen, daß das auf die Dauer möglich sein werde, da schätzungsweise ein Durchgang von täglich 1000 Personen zu bewältigen sei. Außerdem plane die Bundesbahn die internationale Verkehrsstraße E4 durch eine Straße nach modernsten Gesichtspunkten, die auch dem Güterverkehr über die später zu errichtende Vogelfluglinie gewachsen sein muß. Jede Behelfslösung werde von der Bundesbahn abgelehnt. Für 78 Beamtenfamilien (12 Paßbeamte, 22 Zoll-, 44 Bahnbeamte) müsse Wohnraum geschaffen werden.

    Persönliche Rücksprachen mit maßgeblichen Baufachverständigen konnte Kreispräsident Jaek zu dem Ergebnis führen, daß die Bundesbahn versprach, sich auf die Heranführung von Spezialisten zu beschränken, alle anderen Arbeitskräfte jedoch aus dem Kreise Oldenburg heranzuziehen, so daß mit einer erheblichen Entlastung des Arbeitsmarktes zu rechnen ist.

    Bürgermeister Matz betonte in seinen Ausführungen, daß sich die Stadtverwaltung in jeder Weise bemühe, alle Möglichkeiten zur Einschaltung der hiesigen Wirtschaft auszunutzen. Zunächst sei man auf Raumsuche zur Unterbringung des Baubüros. Haus Strandperle soll zunächst empfohlen werden. Auch Wohnungsbauten hofft der Bürgermeister nach Heiligenhafen zu bekommen, außerdem soll alles darangesetzt werden, wenigstens für die erste Zeit den Verkehr durch unsere Stadt zu leiten und auch später einen Teil des Personenverkehrs durchzuschleusen. Die scharfe Ecke Mühlenstr. - Thulboden soll durch die Verlegung der Fahrbahn im Auslauf Mühlenstraße beseitigt werden. Der Thulboden soll Bürgersteige erhalten...

  • 10.2.1953 Heiligenhafener Post

    Vogelfluglinie - ein 100 Jahre alter Plan

    Wieder brachte der Heiligenhafener Winterabend seinen Hörern mit dem Vortrag, für den Rektor i.R. Böttger gewonnen wurde, eine reiche Veranstaltung. Der Sprecher, der sich mit den verschiedenen Projekten der Vogelfluglinie als der geraden Straße Skandinavien - Hamburg befaßte, entwickelte seinen Vortag von dem Küstenstreifen, der sogen. Mahbrüch aus, der heute unseren Bahnhof trägt. Das Hin und Her, das dem Bahnbau Oldenburg - Heiligenhafen voranging, wurde deutlich. Es zeigte u.a. auch die Mühen auf, die schon damals aufgewendet wurden, Fehmarn mit dem Festland zu verbinden - aber auch solche, die sich gegen einen Damm- bezw. Brückenbau im Fehmarn-Sund richteten. Handelskammern und Nautische Vereine wurden um Gutachten ersucht und entschieden sich für die Wünsche Heiligenhafens, das den Grund als Schiffahrtsweg offenzuhalten sich bemühte. Wie sehr diese Wünsche berechtigt waren, zeigt die Zahl der Schiffe, die 1888 den Sund passierten. Es waren 1380, die den gefahrlosen Binnenweg der Außenroute vorzogen.

    Sich endgültig der Vogelfluglinie zuwendend, zeigte Böttger zunächst das im Kröhnkeplan 1864 vorgeschlagene Projekt einer geraden Verbindung Kopenhagen - Hamburg auf, beleuchtete dann die Verkehrslage in Dänemark und kam zu dem Schluß, daß die Verwirklichung der Vogelfluglinie für Dänemark zur Notwendigkeit geworden sei.

    Mit besonderem Interesse verfolgte die Hörer-Gemeinde den Ausführungen des Vortragenden, in denen er sich mit den von Heiligenhafen ausgehenden Bemühungen um eine direkte Verbindung nach dem Norden befaßte. Im Jahre 1911 trat der Bürger- und Verkehrsverein unter Leitung von Dr. Sähn mit einem Vorschlag an maßgebende Stellen heran und im gleichen Jahre erläuterte Heiligenhafens Bürgermeister im Deutsch-Dänischen Komitee den Vorschlag Heiligenhafens: Eine direkte Bahn Oldenburg - Heiligenhafen mit Endung westlich der Stadt in der Gegend des Hohen Ufers oder des westlichen Binnensees, dann Fährfahrt westlich um Fehmarn herum nach Rödby.

  • 8.5.1951 Heiligenhafener Post

    Zwei Kurswagen für Heiligenhafen

    be. Sehnsüchtig erwartet, ist nun der Sommerfahrplan der Bundesbahn, der am 20. Mai in Kraft tritt, endgültig festgesetzt worden. Von dem bisherigen Fahrplan weicht er nur in kleineren Verlegungen und Erleichterungen für den Badeverkehr ab. Erweiterungen sind nicht vorgenommen worden. - Eine erhebliche Erleichterung im Badeverkehr bringt der Einsatz zweier  Kurswagen, die von Hamburg nach Heiligenhafen und zurück laufen sollen. In Hamburg fahren die Kurswagen täglich um 6,56 Uhr, Sonnabends und Sonntags um 13,38 Uhr und Werktags außer Sonnabends um 16,44 Uhr ab. Die Ankunft in Heiligenhafen: täglich um 10,30 Uhr, Sonnabends und Sonntags um 17,21 Uhr und Werktags außer Sonnabends um 20,30 Uhr. Von Heiligenhafen fahren die Kurswagen um 5,30 und 13,14 Uhr ab, und erreichen Hamburg um 9,19 und 17,01 Uhr. Sonderzüge, die die Feriengäste in die Bäder bringen sollen, sind vorläufig nur im Rahmen der Unternehmungen der "Ferien-GmbH." Bielefeld, und zwar ab Juni jeden Donnerstag geplant. Ihre Ankunft ist für 16,27 und ihre Abfahrt für 18 Uhr vorgesehen.

Benutzermenü

Besucher

Heute 3

Gestern 49

Woche 90

Monat 865

Insgesamt 75830

Aktuell sind keine Gäste und keine Mitglieder online

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Forum aktuell

  • Keine Beiträge vorhanden.

Newsletter

QR Code

http://www.Sundfaehre.de - http://www.Sundfaehre.de - QR Code Friendly
© 2018 www.Sundfaehre.de. All Rights Reserved.
Kontakt      Impressum